Schireisen nach Mühlbach

„Du bist ganz schön blöd!“ sagten mir auch dieses Jahr wieder manche meiner Kollegen und Freunde, als ich ihnen erzählte, dass ich auch in diesem Jahr wieder nach Mühlbach zum Schilaufen fahren würde -und zwar mit meiner 8 b, über die ich doch schon manches Mal ins Stöhnen kam. „Ach wisst ihr“ entgegnete ich, „immer nur Schule ist doch auch ziemlich langweilig"

An der heutigen Stadtteilschule Maretstraße 50 (früher Bunatwiete) in Hamburg-Harburg hat das Schilaufen eine lange Tradition. Schon seit den 60-er Jahren werden dort regelmäßig Schifahrten angeboten. Die Schule besitzt einen Schikeller mit einer modernen Ausrüstung. Ziel der Schifahrten ist seit 1979 Mühlbach am Hochkönig im Land Salzburg (Österreich). Als Unterkunft dient eine einfache Selbstversorgerhütte, die Mitterbergalm, neben der ein 800 m langer Anfängerschilift zum Lernen einlädt.

Man lernt nicht nur in der Schule, sondern bestimmte Dinge müssen er-fahren werden, außerhalb der Schulgebäude, weg von den Eltern und der häuslichen Umgebung, so war und ist die Devise vieler Lehrer*innen. Sie bieten ihren Schüler*innen Klassenreisen und Projektfahrten an, die die Kinder in eine völlig neue Umgebung bringen, um  Er-fahrungen zu sammeln. Auch Klaus Wehmeyer, seit 1974 an der Bunatwiete in Harburg, hatte dies vor Augen, als er im Januar 1977 zu seiner ersten Schiklassenreise zum Feldberg im Schwarzwald startete. Daraus wurden bis heute 45 Jahre, denn nach seiner Pensionierung hat er seit 2012 die Aufgaben des Hüttenkoches übernommen. Ziel ist seit 1979 eine Selbstversorgerhütte in Mühlbach am Hochkönig im Bundesland Salzburg (Österreich), wo direkt neben dem Haus eine Piste und ein Anfängerlift zum Schilernen einladen. Die Ausrüstung, die ständig gepflegt und erneuert wird, stellt die Schule zur Verfügung. Dieses neue Dinge er-fahren und die Erlebnisse in der Natur sind lebenslange Erinnerungen nicht nur für die Schüler, sondern auch für die begleitenden Lehrer.

Klaus Wehmeyer hat seit den frühen 80-er Jahren Berichte über einige dieser Schifahrten geschrieben, zunächst noch mit seiner alten Reiseschreibmaschine. Einige werden hier als PDF auf die Webseite gestellt. Möge sich der eine oder die andere Teilnehmer*in dieser Reisen und an diese Zeit erinnern!

Zu dieser Zeit habe ich noch Schreibmaschine geschrieben. Den vollen Reisebreicht gibt es hier ⟶

Zu dieser Zeit habe ich noch Schreibmaschine geschrieben. Den vollen Reisebreicht gibt es hier ⟶

Zu dieser Zeit habe ich noch Schreibmaschine geschrieben. Den vollen Reisebreicht gibt es hier ⟶

Zu dieser Zeit habe ich noch Schreibmaschine geschrieben. Den vollen Reisebreicht gibt es hier ⟶

Gedicht zum Abschied für unsere Köchin Josefa

Wir brauchten n´e Köchin, weil Frau Strasser ward krank

Du kamst wie ein Engel, Gott sei dafür Dank.

Du gabs´t dir Mühe, Du arbeitestet schwer

Du schlepptest die besten Zutaten her

Du zaubertest daraus die besten Speisen,

Du konntest uns aus Hamburg beweisen:

Die Küche in Österreich, die ist wahnsinnig toll-

Und unsere Schüler schlugen sich die Mägen voll.

Man hörte oft:“Die Sefa kann´s besser

Als Mutter zuhause macht zufrieden die Esser“.

Pizza, Spaghetti, Brathähnchen und Kuchen,

Eine bessere Köchin muß man erst mal suchen!

Drum, Sefa, den Gefallen mußt Du uns tun

Bleib gesund, nimm Dir auch Zeit zum Ruhn

Denn die nächsten Jahre, da brauchen wir Deine Kraft-

Es gibt keine andere, die wie Du soviel schafft.

Drum nimm von uns allen den Dank nun an,

für alles, waas Du in der Küche getan.

Mach weiter so, behalt Deine Stärke,

 Geh weiter mit frischem Mut zu Werke!

 

Weshalb eigentlich noch Klassenreisen? 

„Du bist ganz schön blöd!“ sagten mir auch dieses Jahr wieder manche meiner Kollegen und Freunde, als ich ihnen erzählte, daß ich auch in diesem Jahr wieder nach Mühlbach zum Skilaufen fahren würde – und zwar mit meiner 8 b, über die ich doch schon manches Mal ins Stöhnen kam. „Ach wisst ihr“ entgegnete ich, „immer nur Schule ist doch auch ziemlich langweilig. Gerade jetzt im Januar, die Tage sind so kurz, der Stress mit den Zeugnissen, und – irgendwie- versteht man sich auf solcher Reise doch viel besser als in der Bunaschule. Und die Kiddies sind endlich mal an der frischen Luft, spüren, was Winter ist, und die gewaltige Natur, die kann man auch mal richtig erleben, nicht nur virtuell im Fernsehen!“

Also ging´s am 5.1. los. Nachtzug. Liegewagen und für die meisten doch kein Schlaf. Neue Gesichter, 10. Klassen aus Hamburg, die für 10 Tage unsere Nachbarn und noch manches mehr sein sollten. Umsteigen in München mit einem Klassenlehrer kurz vorm Herzinfarkt, weil er 80 Paar Ski so gut wie alleine von Bahnsteig 15 nach Bahnsteig 13 (jeweils Zugende) karren musste (Kollegen und Schüler, wo wart ihr?). Aussteigen in Bischofshofen, vertauschte Taschen, falsche Skier, Busfahrt zum Mitterberg, Gemecker der Schüler über das einfache Quartier („Ich will mein Geld zurück!“ verlangte einer, der selbst keinen Pfennig für die Reise bezahlt oder erarbeitet hatte), Kennenlernen der neuen Köchin, ein erstes Mittagessen, die ersten Versuche auf Skiern. Aber auch die ersten Erfolge! Das Friedhofstraining Ende November schien sich auszuzahlen, bereits am ersten Nachmittag fielen schon Liftkosten an. Und dann die Müdigkeit des ersten Abends. Aber eine Nachtwanderung war Pflicht, zu den Liften des Arthur-Hauses. Und
welche riesige Entschädigung für diesen kleinen Weg! Ein Sternenhimmel, wie man ihn selbst in den Tropen kaum beobachtet, mondlos die Nacht. Und auf einmal Gespräche über die Sternbilder, Planeten, die Milchstraße, Außerirdische. Und das Bewusstsein, in diesem unendlichen Universum absolut unbedeutend zu sein. Schweigen und Ehrfurcht auf dem Rückweg zur ersten (fast ruhigen) Nacht.

Die nächsten Tage waren tagsüber harte körperliche Arbeit. Bleibt die Frage, wo manche noch immer die Kraft für die Nächte hernahmen? Aber das Skilaufen lernten fast alle, es machte Spaß, weil ich den Schülern – zumindest was das Skilaufen betraf – vertrauen konnte, aber Vertrauen schenkte ich auch an vielen Abenden. Arthurhaus, Mitterfeldalm, Angst vorm Absturz, Spieleabend und immer wieder Arthurhaus. Schneeberg, wundervolles Skifahren auf kilometerlangen Abfahrten in einer endlosen Schlange, Hochstimmung nicht nur für die Schüler, auch für mich und die anderen Betreuer, Sonne, das gewaltige Panorama des Hochkönigs, das uns so klein erscheinen ließ,

der Marsch zum Gipfelkreuz des Hochkeils mit unendlichem Alpenblick, unter uns der Nebel über den Tälern. „Über den Wolken, da muß die Freiheit wohl grenzenlos sein…“ mag nicht nur ich empfunden haben.

Aber auch Dinge, die mir nicht gefielen und meine Laune verschlechterten: Öffentlich zur Schau gestelltes Rauchen („wie sind wir doch schon erwachsen!“), ungewöhnliche Essmanieren („erstmal so viel nehmen wie auf den Teller paßt, wegwerfen kann ich immer noch“), der Umgangston zwischen den Schülern, der mich abwechselnd vor Scham und Wut erröten ließ („normal, eih“), das manchmal etwas zu intensive Anbiedern an die Jungen der 10. Klasse („wer weiß, wann man wieder so vielen Jungen so nahe kommen kann“), nächtliche Besuche („ganz schön dumm, wenn man die Freiheit nicht nutzt“), das Verheizen von Klopapierrollen („weshalb
von draußen Holz holen, Papier ist doch auch aus Holz gemacht, und es kostet doch nicht unser Geld“), das Verfeinern von Tee mit Unmengen von Spülmitteln („wenn etwas schäumt, kann es sich nur um Bier handeln“), das Beschädigen von Gegenständen, ohne den Schaden zu melden („was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß“).

„Aber weshalb macht er denn überhaupt noch Klassenreisen?“ war die Frage in der Überschrift. „Weil es wahnsinnig ist, zu sehen, wie schnell Schüler etwas lernen können!“ „Weil auf einmal Kinder ihre Persönlichkeit entfalten, die sie bisher nur versteckt hatten!“ „Weil die wildesten Kerle auf einmal wie zahme Lämmer geworden sind!“ „Weil man sich auf einmal ganz nahe ist und sich tausendmal besser versteht!“ „Weil einige endlich einmal von zu Hause weg sein müssen!“ „Weil man sich immer ein bisschen mehr Freiheit gönnen muss!“

Und warum immer wieder Mühlbach?“

Es gibt keinen Platz, an dem man besser das Skilaufen erlernen kann, an dem man aus dem Bett direkt auf die Piste kommt, wo man soviel Freiheit wie möglich (oder nötig) einatmen kann, wo man die unbändige Natur und die Unendlichkeit des Universums erspürt, wo man – ohne es zu merken – auf Fernsehen, Computer und „Bravo“ verzichtet, an dem man auf einmal mit einer einfachen Lebensweise zurechtkommt, seinen Körper und Anstrengungen spürt und sie dennoch als wohltuend empfindet.

Und weil die Zeit nach einer Klassenreise in der Schule viel schöner ist als vorher!

Deshalb machen wir auch weiterhin Klassenreisen, und deshalb war ich sicher auch nicht das letzte Mal in Mühlbach!

 

Liebe in Mühlbach  

Wenn man auf Klassenfahrt ist, vergisst man viele Probleme: Stress mit den Eltern, Schule und andere Sachen. Die Schüler sind kontaktfreudiger und ausgelassener! Man lernt neue Leute kennen und schließt schneller Freundschaften. In unserem Alter passiert es nicht sehr selten, , dass aus Freundschaft Liebe entsteht.

Da waren zum Beispiel INA und DANIEL., HANNA und STEFFAN.

Wir waren schon ein paar Tage in Mühlbach.  Und wir haben uns alle ganz gut verstanden. Nach einer Nachtwanderung zu einer Almhütte durften wir noch ins Arthurhaus! Ina hatte schon ein Auge auf Daniel geworfen und an diesem Abend passierte auch etwas. Ina saß mit einigen Freunden an einem Tisch und unterhielt sich mit ihnen. Auf einmal riefen Marcus und Daniel Ina zu sich. Sie ging zu dem Tisch und redete mit den beiden. Im Verlauf des Abends lag Ina in Daniels Armenund sie war ganz glücklich! Als Ina dann wieder in unserem Zimmer war, hat sie uns diese Geschichte ganz glücklich erzählt! Am nächsten Tag haben sie nicht ein Wort miteinander geredet. Einige Freunde von Daniel haben Ina erzählt, dass Daniel betrunken gewesen sei. Ina war ziemlich enttäuscht von ihm, und es hat sich zwischen den beiden auch nichts mehr ergeben.

So eine ähnliche Geschichte hat sich auch zwischen Steffan und Hanna abgespielt, nur, dass sich die beiden noch geküßt haben. Und Hanna hat das ganze nicht so gut verkraftet wie Ina.

Obwohl jeder weiß, um welche Personen es sich handelt, hat die die Redaktion – mit Rücksicht auf die verehrte Leserschaft unter den Eltern – die Namen der beteiligten Personen verändert.

Marie Theres Ernst

 

Die Expedition zum Gipfelkreuz

Am Samstag, den 10.1.1997 hatten wir einen langen, schweren und anstrengenden Tag vor uns.

Wir gingen zum Gipfelkreuz des Hochkeils, unseres Hausberges (1689 m).

Das Gipfelkreuz war auf dem höchsten Punkt des Hochkeils, zuerst mussten wir mit weinem langen Schlepplift fahren. Da der Lift jedoch vor dem Kreuz aufhörte, mussten wir ein paar Meter zu Fuß gehen.

Es war sehr anstrengend, da hochzukommen, denn die paar Meter dauerten fast eine halbe Stunde, denn wir hatten die schweren Skistiefel an und es war Tiefschnee.

Als wir endlich ankamen, waren wir total kaputt. Wir mussten uns erstmal ausruhen und danach haben wir uns in das Gipfelbuch eingetragen.  In dieses Buch sollte jeder reinschreiben, der am Gipfelkreuz angekommen war.

Nachdem sich alle eingetragen hatten, machten wir noch ein paar Fotos.  Die Aussicht von da oben war sehr schön.  Nach einer Weile sind wir wieder zurück zum Lift gegangen und sind dem Hochkeil mit großer Mühe (zumindest ich) heruntergefahren.

Zoi Petridis

 

 

Das Liften

 Zum Thema Liften fällt mir ein: Wir sind am ersten Tag Lift gefahren (alle zum ersten Mal). Die meisten sind fast alle rausgefallen. Wir haben natürlich darüber gelacht. Das Liftfahren hat ziemlich viel Spaß gemacht. Wenn wir Lift gefahren sind, haben die meisten total
rumgealbert, rumgesungen oder ähnlichen Blödsinn gemacht.

Es gab aber auch verschiedene Lifte, die wir alle kennengelernt haben.  Am häufigsten war der Schlepplift, den man zu zweit benutzen konnte. Der Gondellift führte hoch zum Schneeberg, dort konnten in einer geschlossenen Kabine sechs Skifahrer sitzen, die Schier wurden außen in Halterungen gesteckt.  Außerdem gab es noch einen Sessellift, in dem man zu viert fahren konnte. Alle drei Liftarten waren echt toll. Wir sind dann auch mit Leuten aus der zehnten Klasse Lift gefahren. Dabei lernt man sich natürlich viel besser kennen.

Doch am Schlepplift gab es einige Probleme, wenn einer größer war als der andere. Dann hing der Bügel häufig total schief. Manchmal sind wir an unserem Haushang auch zu dritt oder zu viert im Schlepplift gefahren, obwohl wir nur zu zweit fahren durfte.

Ja, das Liften war schon eine schöne Sache. Da ist soviel passiert, dass man es gar nicht alles beschreiben kann.

Martina Bangel

 

 

Die 10. Klassen

Bei der Hinfahrt im Zug waren die aus den 10. Klassen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Hamburg-Osdorf richtig cool drauf, besonders Wolle und Olli.  Die meisten von denen hatten ja auch was getrunken.

Als wir endlich in Mühlbach angekommen waren, war für uns das meiste neu, doch für die anderen war es ganz normal, weil sie schon mal hier waren.

Die aus der 10. Klasse konnten richtig gut schifahren, Maik konnte am schnellsten auf den Schiern fahren und Antje war am besten auf dem Snowboard. Abends am Arthurhaus war es besten, dort haben Wolfgang und die anderen für Stimmung gesorgt. Auf der Rückfahrt waren alle richtig nett, außer Janina, die hatte mich ohne Grund in den Arm gebissen. Die meisten aus unserer Klasse haben mit den anderen die Adressen ausgetauscht.

Doch dann mussten wir Abschied nehmen, als wir in Harburg ankamen.

Am Dienstag nach unserer Rückkehr hatten wir die aus den 10. Klassen in ihrer Schule besucht.

Hedi Bouden

 

Die Nachtwanderung zur Mitterfeldalm

Es begann um 20 Uhr. Wir versammelten uns vor unserem Haus. Als alle da waren, ging es los. Der Weg führte zunächst durch den Wald, vorbei an unserem Arthurhaus (eine unserer Lieblingskneipen).

Plötzlich sahen wir ihn in voller Größe, den Berg, den wir besteigen wollten.

Wir nahmen den einzigen Weg, der hochführte. Er war eine Serpentine. Der Aufstieg verlief problemlos.

Gegen 20.45 Uhr kamen wir am Ziel an.

Her Wehmeyer schmiss für alle eine Runde Cola, Spezi und Radler.

Dann kam der Abstieg. Ganz langsam gingen wir den Berg hinab um nicht auszurutschen, da der ganze Weg vereist war.

Alle waren froh wieder unten zu sein um endlich ins Arthurhaus gehen zu können.

Sascha Seiler

 

Das Snowboardfahren

 Snowboardfahren hat mir Spaß gemacht, obwohl ich allein auf der Piste war, von meiner Klasse, versteht sich. Beim Schilaufen muss man immer den Talschi belasten, beim Snowboardfahren muss man das total anders machen, aber ich kann es nicht mit Worten erklären. Man fliegt sogar mit dem Snowboard. Woher ich das weiß? Ich hab sogar eine Vorwärtsrolle gemacht und bin mit dem Kopf zuerst gelandet. Und dann habe ich noch einen Rückwärtssalto gemacht, aber anstatt mit dem Körper aufzukommen, bin ich mit dem Hinterkopf auf dem Eis aufgeschlagen. Ich bin auch öfters auf dem Po gelandet.  Snowboardfahren geht toll auf die Knie und die Schenkel. Ich sag nur, es ist weitaus schwieriger als Schifahren, aber dafür macht es auch noch mehr Spaß.

Irfan Kaymak 

 

Die österreichische Sprache

Die österreichische Sprache ist sehr ähnlich der deutschen Sprache, im Grunde ist es Deutsch, nur ein besonderer Dialekt. Aber für uns ist er sehr schwer zu verstehen. Die Österreicher sprechen die Wörter irgendwie anders aus, nicht wie in Deutschland. Aber wenn man ein bisschen nachdenkt, dann kann man verstehen, was die Österreicher meinen.

 

Hier ein paar Beispiele für Österreichisch:

Grüß Gott       –           Guten Morgen

Jänner             –           Januar

Karfiol             –           Blumenkohl

Schwammerl   –           Pilze

Servus             –           Auf Wiedersehen

 

Aber ich sag euch, wenn die Österreicher untereinander erstmal richtig loslegen, dann, dann geht das so ab, daß man überhaupt nichts mehr versteht. Das ist dann schlimmer als Russisch und Türkisch zusammen!

Waldemar Braun

 

Die Busfahrten

Die Busfahrten waren langweilig oder überfüllt. Man konnte auch nicht schwarzfahren, weil man sowieso nichts bezahlen musste.

Als wir die beiden Male zum Schneeberg gefahren sind, waren die Busse jedesmal total überfüllt. Und dann die vielen Kurven, immer dicht am Abhang, wau, da wurde manchen schon ganz schlecht. Und dann in der Enge mit den dicken Skiklamotten. Natürlich fuhren die Busse auch viel zu selten. Der letzte Bus war jedenfalls weg, weil wir – Mondher, Levent, Irfan und ich – unbedingt uns noch ´ne Pizza im Ort reinziehen mussten. Hätte der blöde Bus doch warten können! Oder war Irfan nur zu blöd, den Fahrplan richtig zu lesen?

 So mussten wir per Anhalter fahren, ging sogar schneller!

Lukas Hain

 

Anmerkung des aufsichtführenden Lehrers aus versicherungsrechtlichen Gründen: Natürlich war es vorher verboten worden, auf der Klassenreise per Anhalter zu fahren! 

 

Unsere Lehrer

Unsere Lehrer waren ganz OK. Wir haben uns sehr gut verstanden, außer vielleicht ein paar Male, wo wir vielleicht das machten, was wir nicht durften. Herr Kragge, Herr Wehmeyer, Herr Schönbrunner (Wasi), Holger und Anne haben uns mit viel Geduld das Skilaufen beigebracht. Mondher tat mir voll leid, alles haben die Lehrer versucht, damit er das Skilaufen lernt, aber so ganz hat das nicht geklappt. Aber alle anderen konnten es nachher so gut, daß sie jeden Berg heruntergekommen sind.

Nicht jeder Lehrer hätte uns erlaubt, bisum halb zwölf im Arthur-Haus zu bleiben. Ansonsten war alles super, und ich würde gerne noch einmal auf diese geile Klassenreise.

Valeria Wilhelm

 

Der Hochkeil

Als wir am dritten Tag das erste Mal zum Hochkeil sollten, wollte ich nicht mit, da mir dieser Berg noch zu steil erschien. Es fuhren nur meine Schulkameraden Andrea Lüders, Dennis und Irfan mit.

Als uns Herr Wehmeyer am nächsten Tag fragte, wer mit zum Hochkeil wolle, meldete ich mich auch. Wir wollten mit dem Bus eine Station bis zum Rosswies fahren, aber da der Bus 5 Minuten zu früh kam, haben wir ihn verpasst. Wir fuhren dann unseren Haushang herunter, um über einen kleinen Weg zum Saukar, einem anderen Hochkeillift zu kommen. Diesmal bestand unsere Truppe neben mir aus Andrea Lüders, Dennis, Valeria, Anne, Holger und Herrn Wehmeyer. Der Lift war sehr steil und ich hatte ein bisschen Angst, aber, aber ich fuhr ja mit Anne. Die ersten 800 m gingen ganz gut, aber dann kamen wir zu einem steilen Stück. Da verlor ich auf einmal das Gleichgewicht. Anne und ich mußten die restlichen 300m zu Fuß raufklettern, , und ich sag euch, das war anstrengend und man kriegt einen gewaltigen Durst.  Es hat sich aber gelohnt. Als wir dann am Hochkeil gefahren sind, war es sehr schön. Wir fuhren den Berg noch an vier weiteren Tagen. Das letzte Mal fuhren Dennis, Anne, Herr Schönbrunner, Herr Wehmeyer und ich sowie Irfan mit dem Snowboard. Ich bin immer hinter Dennis gefahren, aber als ich Dennis einmal nicht mehr sah, dachte ich, wir sollten Schuss fahren. Dann bin ich eben auch Schuss gefahren. Aber man sollte dort keinen Schuss fahren und ich fiel hin. Trotzdem hat es Spaß gemacht.

Andrea Jordan

 

Das Essen in Österreich

Essen gab´s immer morgens von 8 bis 9.15 Uhr, mittags von 12.30 bis 13 Uhr und abends 18 bis 18.30 Uhr. Als wir ankamen gab´s eine Gulaschsuppe, na ja, jedenfalls sagten sie, dass es das ist.

Morgens gab´s immer ein kleines Brötchen, nicht gerade viel, aber mehr kriegten wir nicht. Mittags gab es Verschiedenes, mal Schnitzel, mal Hähnchen und anderes. Davor gab es immer eine Suppe, die hat einen Geschmack gehabt nach viel Wasser, ein paar Kräutern und manchmal sogar mit Nudeln. Abends gab´s Pizza und vieles andere.

Die besten Gerichte waren die Pizza und das Hähnchen. Als wir Ausflüge machten gab´s immer einen Apfel und belegtes Brot entweder mit Wurst oder mit Käse. Getränke sollten wir uns selbst mitnehmen oder etwas kaufen.

Dennis Forberger

 Dieser Bericht eines anscheinend extrem verwöhnten und vergesslichen Zeitgenossen erfordert einen redaktionellen Kommentar: Zum Frühstück gab es Brot im unbegrenzten Umfang. Suppeals Vorsuppe gab es übrigens nur einmal, die etwas spöttisch bedachte Gulaschsuppe hatte mindestens Wiener Hotelstandard. Ich verweise auf den extrem günstigen Preis der Lebenshaltungskosten (s. Abrechnung).

 

Die Bahnfahrten

Die Hinfahrt nach Österreich mit dem Zug war nicht so gut. Die ersten drei Stunden waren lustig, aber dann war es langweilig. Herr Wehmeyer, Herr Kragge und ein paar andere waren die ganze Zeit in ihrem Abteil. Ein paar Jungens von der 10. Klasse und ich waren in einem Abteil. Das war sehr langweilig, aber nett.

 

10 Tage später…

Die Rückfahrt nach Hamburg war sehr gut, weil es ganz ruhig im Zug war. An diesem Tag habe ich gefastet, es war sehr schwer, weil alle vor mir gegessen haben, aber als die  Sonne untergegangen war, durften Hedi und ich drei Brötchen essen. Als wir in Harburg angekommen waren, sollten wir alle die Skier und die Koffer raustragen, weil der Zug in einer Minute wegfahren sollte. Bei der ganzen Hetzerei habe ich meine Tasche und meinen Koffer im Zug vergessen. Als ich nach oben ging, sah ich meinen Bruder, ich habe ihm alles erzählt. Er sagte mir, dass wir die Sachen schon wiederkriegen werden. Ein paar Tage später hatten die 10. Klassen aus Hamburg mir den Koffer zur Schule geschickt.

Mondher Gacem

 

Der Skiunterricht

Am ersten Tag wurden die Gruppen aufgeteilt. Ich war in der Gruppe von Anne, zusammen mit einigen anderen aus meiner Klasse. Wir sollten in Kurven fahren, aber ich bin natürlich immer geradeaus gefahren und dabei immer hingeflogen. Am zweiten Tag bin ich und die anderen immer besser geworden. Her Wehmeyer hatte mir gezeigt, wie man bremst und lenkt. Nach einer Stunde konnte ich fahren und habe mich für einen Profi gehalten.

Am vierten Tag sind wir zum Schneeberg gefahren. Dort sind wir mit einer Gondel auf den Berg gefahren, immer wieder sind wir runter gefahren, und ich bin nur zwei- oder dreimal hingeflogen. Jeder aus unserer Klasse konnte fahren, auch Mondher, auch er ist mit Hilfe ohne Sturz von oben nach unten gefahren.

Levent Demir

 

Das Arthurhaus

Wir sind fast jeden Abend auf der Klassenreise zum Arthurhaus gegangen. Auch die beiden 10. Klassen waren immer da. Das Arthurhaus ist ein Hotel, in welchem sich im Keller eine kleine Kneipe befindet. Im Arthurhaus kann man Dart, Billard, Flipper und Videospiele spielen. Für uns war das Arthurhaus wie ein kleiner Flirttreff. Wir haben getanzt, getrunken (alkoholfrei)  und as wichtigste – wir waren immer gut drauf. Das Blöde daran war nur: Wenn es im Arthurhaus richtig los ging, mussten wir nach Hause. Aber das war nicht so schlimm, wir durften ja am nächsten Abend wieder hin. Unsere gute Laune hat jeden angesteckt. Sogar unsere Aufsichtspersonen und unser Klassenlehrer waren im Arthurhaus gut gelaunt.

Andrea Lüders

 
Der Ort Mühlbach

Als wir nach ein paar Tagen das Skifahren gelernt hatten, durften wir auch in den Ort fahren.

Das erste Mal fuhren wir alle zusammen in einer Gruppe, später einzeln. Wir sind solange rumgegangen, bis wir ein kleines Geschäft gefunden hatten, wo man Lebensmittel kaufen konnte. Dort sind wir reingegangen und haben eingekauft.  Danach haben wir noch mehrere Geschäfte angeguckt. Uns gefiel es dort in Mühlbach sehr gut. Wir würden gerne noch einmal hinfahren!

Sondes Hayouni

 

Die Daheimgebliebenen

Leider durfte ich nicht mit auf die Klassenfahrt nach Mühlbach. In der Zeit, als meine Klasse nicht da war, besuchte ich für 10 Tage die Klasse R 9 A. Ich fand die Klasse sehr nett. Der Klassenlehrer Herr Christoffers war zwar ein bisschen streng, aber trotzdem war er sehr witzig und nett. Die Fachlehrer und Herr Christoffers haben mich im Unterricht ernst genommen.

Die Schüler der Klasse waren sehr rücksichtsvoll, sie akzeptierten mich auch. Im Unterricht habe ich mitgearbeitet, Hausaufgaben erledigte ich auch. Der Unterricht war für mich z.T. leicht, aber in manchen Fächern auch ein bisschen schwer. Die Schüler der Klasse waren sehr fleißig. Sie haben vor ihrem Lehrer Respekt gehabt. Alles lief nach bestimmten Regeln ab.

Am Anfang war ich gut drauf, aber zum Schluss hatte ich keine Lust mehr. Ich wollte wieder in meine Klasse zurück. Ich fing an, meine Klassenkameraden und meinen Klassenlehrer zu vermissen. Ich habe mich sehr gefreut, als meine Klasse wieder zurück war.

Ülkü Akyol

 

Lydia und ich gingen in die gleiche Klasse, bei Frau Brandt. Ülkü ging bei Herrn Christoffers, Hülya bei Frau Buschmann. Hülya und Ülkü gefielen ihre Klassen, uns gefiel sie nicht so gut. Ülkü, Hülya und wir hatten uns nur in den Pausen gesehen, als wir den Kiosk gemacht hatten. Unsere Gedanken waren fast nur in Österreich, und was unsere Klassenkameraden jetzt machen würden. Ülkü hatte einen Brief bekommen, , und den hatte sie uns am nächsten Tag vorgelesen.

Wir hatten uns gefreut, dass man an uns gedacht hatte, wir wollten auch einen Brief schreiben und Herrn Wehmeyer einen nachträglichen Geburtstagswunsch schicken, aber bei der ganzen Hektik, den Kiosk zu machen, einzukaufen usw. hatten wir es total vergessen.

Zehra Yilmaz

 

Schifahren am Grießfeld

Alles begann an einem Hang namens Grießfeld. Fuer viele von euch war der Einstieg ins grosse Skivergnuegen , auch wenn ihr wohl nicht vermutet hättet , wie schnell aus der Herausforderung , diese Piste ohne Sturz zu bewältigen , eine leichte Übung werden sollte.

Wie schön , dass es gleich von der Haustür aus losgehen konnte : So wagtet ihr euch bereits am Ankunftstag auf die Bretter , die die

( Berg- ) Welt bedeuten.

Es folgten erste geglückte Flugbögen , aber auch die ersten Stürze, die zum Glück glimpflich verliefen.Der Anfängerlift ( oder auch Babylift, wie er im Skifahrervolksmund genannt wird ) am Grießfeld bereitete den meisten keine großen Schwierigkeiten, nur bei manchen „Liftpaaren“ kam es zu anfänglichen Koordinatiosproblemen mit Skiern , Armen oder der Bügelhöhe. Unergründlich bleibt nur , was Sondes und Valeria zu derartigen Liftabenteuern hingerissen hat. So manch einer wähnte sich schon nach einigen Abfahrten unter den Könnern. “ Warum müssen wir denn immer in der Gruppe fahren? Das is’echt nervig .Ich will hier lieber Schuss runterfahren…“.

Solche und ähnliche Kommentare gaben uns Betreuern zu verstehen ,dass ihr euch an anspruchsvolleren Pisten erproben wolltet. Nichts desto trotz diente uns das Grießfeld immer wieder zu Slalom- und Übungsfahrten , zur Geduldsprobe in der Warteschlange oder einfach zum Düsen ( kontrolliertes Fahren , nicht wahr, Levent? ).Während einige des Schifahrens selten müde wurden , genossen andere auf der Bank vor unserem Haus sitzend den Ausblick auf’s Grießfeld , die Sonne oder eine von Monders Massagen.              

 Anne Leppin

 

Die Daheimgebliebene

 Auf die Klassenreise nach Mühlbach in Österreich fuhren Ülkü, Zehra, Lydia und ich nicht mit. Bis zu ihrer Rückkehr mussten wir weiter in die Schule gehen. Wir wurden auf drei verschiedene Klassen verteilt : Zehra und Lydia gingen zu Frau Brandt in die Klasse, Ülku zu Herrn Christoffers, und ich sollte zu Frau Buschmann gehen. In den Ferien hatte ich Angst, dass ich mich mit der Klasse nicht gut verstehen würde. Am ersten Tag war ich dann sehr nervös. Kurz vor Acht ging ich in die Klasse, doch es war keiner da. Ich ging dann runter zur Aula. Dort traf ich viele aus der Klasse. Nach dem Klingeln kam Frau Beyrich, schloss uns die Tür auf und ging dann mit ihrer, Frau Buschmanns und Herrn Hoffmanns Klasse hinein. Viele sahen mich an und fragten mich, warum ich da sei. Es wurde mir langweilig, es jedem zu erzählen. Die Klassen sollten in Gruppen Referate halten.

Danach war Englisch, wie in meiner Klasse bei Frau Homann.

Ülkü, Zehra und ich machten in den Pausen den Kiosk. So konnten wir uns wenigstens sehen und miteinander reden.

Wir drei nahmen uns vor, Herrn Wehmeyer eine Postkarte zu schicken und ihm ein frohes neues Jahr zu wünschen und ihm nachträglich zum Geburtstag zu gratulieren. Aber obwohl wir nur über unsere Klasse redeten, hatten wir die Postkarte vergessen.

Wir fingen an, unsere Klasse zu vermissen. Dann bekam Ülkü von der Klasse eine Postkarte zugeschickt. Sie brachte sie in die Schule und las sie uns vor. Wir hatten uns sehr darüber gefreut, weil man an uns gedacht hatte.

Endlich waren die zehn Tage zuende, und unsere Klasse kam zurück – bis auf Herrn Wehmeyer, auf den mussten wir noch zehn weitere Tagen warten. Wir waren sehr froh darüber, obwohl es bei Frau Buschmann auch sehr schön in der Klasse war.

Hülya Aydin

 

Skifahren am Schneeberg

Am Donnerstag war es endlich so weit. Das skifahrerische Können war bei fast allen so weit fortgeschritten, dass es auf dem Griessfeld langweilig wurde. Um 9.00 Uhr fuhren wir mit dem überfüllten Bus zur Kabinenbahn Karbachalm. Endlich in den 6-er Gondeln sitzend, zeigten sich in unserer Gruppe zweierlei Gefühle. Die einen fanden es total „geil“, die anderen machten sich Gedanken, ob man dieser Technik vertrauen kann. Und dann die Ungewißheit, wie man diesen steilen Berg mit Skiern runter kommen soll. Oben angekommen konnten wir zu erstenmal den Hochkönig und das Grießfeld von der anderen Seite sehen. Dann ging es los. Zuerst wählten wir an allen steileren Pistenabschnitten die leichten Umfahrungen. Die Piste nahm kein Ende. Vorbei an weiteren Schleppliften und an den zahlreichen Schneekanonen sausten wir über die von uns ‚Autobahn‘ genannte Piste wieder ins Tal. Nach 6 Kilometern waren wir wieder an der Kabinenbahn angekommen. Und wieder ging es hoch. Diesmal hielt die Gruppe mit den Fortgeschrittenen am Tiergartenlift an. Zum erstenmal mußten wir mit einem richtigen Schlepplift fahren. Einige hatten auch Probleme damit. Der Lift lief viel schneller als der Griessfeldlift und der Liftboy fehlte auch. Selbstbedienung war angesagt. Und dann das Aussteigen oben. Mehrmals hielt der Lift an, um den einen oder anderen von uns das Wiederaufstehen zu ermöglichen. Jetzt war es Zeit, zur Fellersbach-Hütte zu fahren. Hier trafen wir auch die ‚Anfänger‘ wieder. Bei österreichischer Musik stärkten wir uns in der Sonne. Nach dem Mittag ging es wieder auf die Autobahn, die uns immer

vertrauter wurde. Jetzt zeigte sich bei fielen die fehlende Kondition (oder der fehlende Schlaf?). Also fuhren wir mit dem Bus wieder zurück zum Mitterberg. Am Montag hieß es zum Zweitenmal: ‚Heute fahren wir am Schneeberg‘. Diesmal mußten wir um zehn Uhr fahren, weil dann immer zwei Busse in den Ort fuhren. Vor der Abfahrt die obligatorische Frage: ‚Habt ihr Handschuhe, Mütze und Skipaß mit?‘ Alle nickten zustimmend. An der Kabinenbahn angekommen, dann mit Schreck die Feststellung: „Ich hab meinen Skipaß vergessen!“. Mit den ‚Fortgeschrittenen‘ fuhren wir an diesem Tag die roten Pisten. Die leichten Umfahrungen der Steilhängen ließen wir links liegen. Es lief alles ganz toll. Dann kamen wir zu einer neuen Vierersesselbahn. Alle waren ganz gespannt wie das wohl funktioniert. Meine kurzen Erklärungen nahm kaum einer wahr. Die einen vergaßen den Schutzbügel zu schließen, die anderen ihn vor dem Aussteigen zu öffnen. Das gab natürlich Probleme, was auch der Liftboy erkannte. Er hielt die Bahn an. Beim Schleppliftfahren hatten wir beim Ein- und Aussteigen keine Probleme mehr. Dafür beim Liften selbst. Ein paar von uns fielen einfach um. Ich leider auch. Nach kurzen Fußmärschen durch den Wald fanden wir uns aber immer wieder. Mittag machten wir auf der Tiergartenalm. Nach der abschließenden Autobahnfahrt konnten sich einige nicht vom Schneeberg trennen. Also fuhren wir wieder mit Kabinenbahn hoch. Diesmal nahmen wir eine ganz neue Abfahrt, nämlich die schwarze Talabfahrt. Und wieder fuhren alle super. Kaum Stürze und kein unkontrolliertes Fahren. Weiter so!

Holger Martens

 

 

Nach Mühlbach mit der 8b

Der Sommer des Jahres 1996 neigte sich seinem Ende zu, und auch wenn die Sonne das nicht mehr ganz grüne Laub an den Bäumen noch einmal leuchten ließ, so galt es doch schon Pläne für den Winter zu machen. Ich träumte vom Schifahren in flauschigem Januarschnee auf den Hängen der österreichischen Alpen. Ein schöner Traum, doch eben nur ein Traum, denn im Januar habe ich Schule, und nur wenige Glückskinder, wie zum Beispiel mein Vater, haben zu dieser Zeit die Gelegenheit, wirklich Schi zu fahren. Doch manchmal kommt es eben vor, dass ein Glückskind bereit ist, sein Glück zu teilen. Und so fragte mich mein Vater, ob ich denn nicht Lust hätte, im Januar mit ihm und seiner netten Klasse nach Mühlbach zu fahren. Na klar hatte ich Lust, große Lust sogar, denn nicht nur, dass mir von den Mühlbacher Schipisten nur Gutes bekannt war, auch von der 8b hatte ich nichts Schlechtes gehört. So war ich dann das nächste halbe Jahr ganz besonders nett zu meinen Lehrern in Hittfeld – und wirklich, am Ende waren sie bereit, mir meine Ferienzeit um 3 Schultage zu verlängern, so dass ich die Reise auch wirklich antreten konnte. Am 5. Januar saß ich dann im Zug und freute mich auf den Schnee, um mich herum war mittlerweile die typische Klassenreise-Stimmung ausgebrochen und weil auch noch eine andere Klasse mit im Zug saß, ging die Nacht recht schnell vorüber. Wenig ausgeruht quetschten wir uns in Bischofshofen in die bereitstehenden Busse, grölende Skispring-Fans um uns herum. Doch dies konnte mich in meiner Vorfreude auf den Schnee nicht stören. Je näher wir dem Grießfeld kamen, desto gespannter wurde ich – wo hatte sich bloß der Schnee versteckt?

Am Ende gab es zwar kaum Schnee, auch wenn es zum Schifahren reichte, dafür aber eine ganz tolle Klasse um mich herum und fünf schöne Tage ohne Schule. Meinen ganz besonderen Respekt haben sich übrigens Hedi, Sascha und Irfan verdient, die trotz vereister Pisten das Snowboardfahren nicht aufgegeben haben.

Malte Wehmeyer

Abschlusslied Klassenreise R10a nach Mühlbach vom 10.- 17. 01. 03.

 

Das Lied wird gesungen nach der Melodie: „Eine Seefahrt, die ist lustig“

Der Refrain lautet:

Eine Skifahrt, die ist lustig, eine Skifahrt, die ist schön,

ja da kann man was erleben, ja da gibt es was zu seh`n.

 

Jungen:

  1. Während alle andren aßen lag der Robert noch im Bett
    Als er endlich später ankam fand Frau Schulz das gar nicht nett.

 

  1. Mit den Skischuh´n hatter er am Anfang wirklich nicht viel Glück
    später kam vom Schneeberg Vitali als Schneemonster zurück.

 

  1. Statt wie and´re auf die Berge mit den Liften hoch zu fahr´n
    macht den Michail der Fußweg hoch zum Gipfelkreuz mehr an.

 

  1. Für das Feuer in der Küche sorgt der Artur jeden Tag
    und beim Schifahr´n was er gerne eine schnelle Schussabfahrt.

 

  1. Spielend lernte Peyman Skifahr´n schon am allerersten Tag
    Wegen seines tollen Tanzens jedes Mädchen ihn gern mag.

 

Mädchen:

  1. Auf den Big Foot fühlt Irina sich an jedem Hang zu Haus,
    und am Ende kannt sie sich auch mit den langen Brettern aus.

 

  1. Nasti fuhr im Unfallwagen hin nach Schwarzach und zurück,
    doch da sagten ihr die Ärzte „ Diesmal hattest du noch Glück“.

 

  1. Nastja sucht zum Liften sich meistens unseren Torben aus, 
    hoffentlich kriegt sie keinen Ärger noch mit ihrem Freund zu Haus!

 

  1. Enge Schwünge, schnelles Fahren, das kann die Ludmilla gut
    steile Hänge, hohe Buckel, da beweist sie ihren Mut.

 

  1. Wenige Worte, saub`re Schwünge, Vorfahr`n für die ganze Schar,
    dies und vieles and`re kann unsere Viktoriia.

 

  1. Dicke Mandeln, keine Stimme, was macht das für Lilia aus
    auf die Piste geht sie trotzdem, krank sein kann sie auch zu Haus.

 

  1. Schwarze Pisten, steile Hänge fährt die Anna stets im Pflug.
    Doch auch diese Schwierigkeiten meistert sie gewohnt sehr klug.

 

  1. Trotz den Blasen an den Füßen ist Katharina immer nett,
    Nebenbei kriegt sie als einz`ge auch den Thomas aufs Parkett.

 

  1. Jessis Stirnband, kurze Schwünge, man erkennt sie aus der Fern
    Simultane Schwungabfahrten fährt sie gern mit ält’ren Herrn!

  1. Lächeln tut die Julia immer, was sie denkt, das sagt sie nie
    manchmal geht sie gerne schlafen während and`re fahren Schi.

Ähnliche Beiträge

Bunatwiete

Kanufahrten mit der Bunatwiete

Als wir am 11.7. von unserer Gudenatour zurückkamen, alle Schüler pünktlich und gesund wieder abgeliefert hatten und wir nur noch unsere Autos noch einmal volltanken mussten, stand in der Tankstelle ein Mann von Ende dreißig an der Kasse. „Das ist ja mein alter Lehrer“, sagte er in den Raum, „kennst du mich noch?“ fragte er, und dann folgte: „Sag mal, macht ihr noch immer Kanufahrten? Das war in der Schule das, woran ich mich am meisten erinnere, und es waren die tollsten Reisen, die ich je gemacht habe.“ So langsam dämmerte es bei mir. Es war „Birne“, Schulabgang 1979.

Weiterlesen ⟶
Gänsehautmomente

50 Jahre Berliner Mauer oder der erste Kuss

Diese Erinnerungen habe ich im August 2011 aufgeschrieben, zum 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer. Noch heute läuft mir bei diesen Erinnerungen ein warmer und ein kalter Schauer den Rücken herunter, und ich bekomme auch immer wieder eine Gänsehaut…

Weiterlesen ⟶
Bunatwiete

Türkeiprojekt 1988

Das wichtigste Projekt an der Schule Bunatwiete war für mich seit 1986 eine Schulpartnerschaft mit einer türkischen Schule in Camardi in Zentralanatolien, die bis zum Jahr 2000 andauerte. Sie hatte ihre Höhepunkte in drei mehrwöchigen Projektfahrten mit Schülern in die und zwei Gegenbesuchen aus der Türkei zwischen 1988 – und 1995.

Weiterlesen ⟶
Reisen

Nepal und Bhutan

Im Frühjahr 2017 und im Herbst 2019 hatten meine Kollegin Dr. Hannelore Besser und ich im Auftrag des Senior Expert Service im Bereich Deutsch-als-Fremdsprache am Goethe Zentrum in Kathmandu gearbeitet. Während des zweiten Aufenthaltes besuchten wir das benachbarte Königreich Bhutan, das Land mit dem höchsten Glücklichkeitsfaktor auf dieser Welt.

Weiterlesen ⟶